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Sitzungsbericht vom 18.05.2009

Tagesordnung

1. Bekanntgabe der Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung

2. Bericht zur Schulsozialarbeit und zur gemeinwesenorientierten offenen Jugendarbeit

3. Kläranlage Rangendingen, Auftragsvergabe Sanierung Abwasserschnecke

4. Baugesuche

5. Bekanntgaben und Verschiedenes

TOP 1: Die Sitzung begann mit der Bekanntgabe der in der Gemeinderatssitzung vom 20.04.2009 in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse. Der Gemeinderat hat in dieser Sitzung der Vergabe des Planungsauftrags und der Bauleitung für die Sanierung des B- und C-Baus der Schule im Rahmen des Konjunkturpakets sowie der Vorplanung für die energetische Sanierung des Bürgerhauses Bietenhausen an Dipl.-Ing. Stefan Beuter zugestimmt. In diesem Zusammenhang konnte Bürgermeister Widmaier dem Gremium auch berichten, dass der Zuschussantrag für die an den Schulgebäuden vorgesehenen Maßnahmen inzwischen bewilligt worden sei.

TOP 2: Es folgten die Berichte zur Schulsozialarbeit und zur gemeinwesenorientierten offenen Jugendarbeit. Schulsozialarbeiterin Simone Krink und Andreas Jäckle waren in der Sitzung anwesend. Frau Krink dankte in ihrer Einführung der Schulleitung, dem Lehrkörper, der Polizei, den Vereinigungen, den Eltern und Erziehungsberechtigten für ihre offene Haltung und die stets sehr gute Zusammenarbeit. Sie schilderte sodann dem Gemeinderat die Hintergründe und mögliche Ursachen psychosozialer Probleme der Jugendlichen sowie die Projekte und Methoden, mit denen diesen begegnet werden soll. Das Durchspielen von Bewerbungssituationen und beispielsweise die Prävention von Mobbing unter den Schülern gehören zu den ständigen Programmen, ebenso die Ausbildung von Schülern als Streitschlichter oder die Durchführung von Kursen zur Selbstbehauptung für Schüler der Klassenstufen 3 bis 7 oder Maßnahmen der Gewaltprävention ab Klasse 8. Für die Zukunft sind der weitere Ausbau des Sozialkompetenztrainings als Grundvoraussetzung für ein gutes Miteinander, ein Benimmkurs für Grundschüler und weitere Maßnahmen der Erlebnispädagogik geplant.

Herr Jäckle vom Jugendbüro hob zunächst die positive Auswirkung der Schaffung einer Praktikumsstelle im Bereich der Jugendarbeit hervor, weshalb die Aktivitäten auch ausgebaut werden konnten. Seit September 2008 leisten Jennifer und Ann-Katrin Schilling ihr Vorpraktikum zu einem Teil im Jugendbüro ab. Der im Rahmen des Generationenprojekts vom Jugendbüro organisierte Computerkurs für Erwachsene und Senioren sei mittlerweile schon in die 2. Runde gegangen und konnte erfolgreich in die Verantwortung einer 10-köpfigen Gruppe engagierter junger Erwachsener aus den Reihen des Jugendhauses übergeben werden. Die Sommerspiele 2008 konnten mit einem neuen Konzept unter der Leitung von Jennifer und Ann-Katrin Schilling durchgeführt werden. Herr Jäckle hob die große Bedeutung der ehrenamtlichen Mitarbeit hervor und gab nochmals einen Rückblick auf die wichtigsten Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie die Durchführung einer Umfrage unter den Jugendlichen zum Thema Freizeitgestaltung, die Durchführung der Sportnacht, die verschiedenen regelmäßigen Angebote und einen Überblick über die gegenwärtige Nutzungen des Jugendhauses. Im Ausblick wurden die Ferienspiele 2009 als Besonderheit hervorgehoben, bei denen ein Zirkusprojekt in Kooperation mit dem „Zirkus ZappZarap“ durchgeführt werden soll. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange und es können sich erstmals bis zu 150 Kinder anmelden.

In der sich anschließenden Fragen- und Diskussionsrunde erkundigte sich Gemeinderat Manfred Haug nach dem Stand der Schulsozialarbeit im Vergleich zu anderen Gemeinden. Die Schulsozialarbeit an der Grund- und Hauptschule in Rangendingen sei sehr gut aufgestellt. Hinsichtlich Programmen und Angeboten nimmt die Rangendinger Schule eine Vorreiterrolle ein, was sich immer wieder durch Anfragen und fachliche Vergleichen zeige. Bürgermeister Widmaier konnte deshalb auch nur den Dank von Schulleiter Hubert Walz im Gemeinderat kund tun, der eine optimale Verflechtung und ein gelungenes Miteinander zwischen Schulsozialarbeit und Jugendarbeit bestätigte. In diesem Sinne seien auch die Schüler in Rangendingen gut betreut. Der Bürgermeister schloss sich deshalb dem Dank und der Anerkennung der Schulleitung für die sehr engagierte Tätigkeit an.

TOP 3: Am 30.06.08 hat der Gemeinderat den Beschluss zum Austausch der defekten Abwasserschnecke auf der Kläranlage Rangendingen gefasst und das Büro ISW mit der Bauleitung und Ausschreibung der Arbeiten beauftragt. In Folge der damaligen Hochkonjunktur und Arbeitsfülle des Ingenieurbüros wurde die Baumaßnahme zurückgestellt. Die Baumaßnahme wurde deshalb erst in diesem Jahr beschränkt ausgeschrieben. Der Gemeinderat vergab die Betonarbeiten an die Firma Thomas Schäfer, Rangendingen zum Angebotspreis von 17.959,48 € als günstigsten Anbieter und die Maschinentechnik an die Fa. Ritz Atro aus Nürnberg zum Angebotspreis von 38.275,76 €.

TOP 4: Unter dem Tagesordnungspunkt „Baugesuche“ stimmte der Gemeinderat den vorliegenden Bauangelegenheiten zu; Errichtung von zwei Dachgauben in der Rottenburger Straße in Bietenhausen, Anbau einer Garage mit Kellerräumen und Anbau eines Windfangs und eines Balkons in der Schwalbenstraße und einer Voranfrage zur Errichtung je einer Leichtbauhalle auf Gewerbegrundstücken in der Rudolf-Diesel-Straße und in der Straße Owiesen.

TOP 5: Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ unterrichtete Bürgermeister Widmaier den Gemeinderat über die Verbesserung der Bedienung der Bushaltestelle Fleischäcker. Die Elternschaft im Bereich der Neubaugebiete hat die Verbesserung der Anbindung der Wohngebiete angeregt. Die Hohenzollerische Landesbahn hat inzwischen geantwortet und bestätigt, dass die Haltestellen Fleischäcker und Rosenrain bei der Fahrt Nr. 112 im Rahmen des nächsten Fahrplanwechsels eingearbeitet werden. Wegen einzuhaltender Anschlüsse und der nachfolgenden Fahrt könnte dies bei der Fahrt 110 allerdings nicht erfolgen. Da die Ausweitung des Fahrtenangebots in das Rangendinger Wohngebiet durch die durchgehende Tempo 30-Zone mit einem sehr großen Zeitaufwand versehen sei, regte die Landesbahn an, über die Ausweisung der Busfahrtstrecke Lehmgrubenstraße / Fleischäcker / Rosenrain / Bäckerei Mesam als Vorfahrtsstraße innerhalb der Tempo 30-Zone nachzudenken. Der Gemeinderat hat die Fahrplanänderung begrüßt, stimmte jedoch auch auf Anraten der Verkehrsbehörde und Verkehrspolizei einer Vorfahrtsregelung innerhalb der Tempo 30-Zone nicht zu, da die damit verbundene partielle Aufhebung der rechts-vor-links-Regelung zu Unklarheiten, zu Gefahrenschwerpunkten und auch zu erhöhten Geschwindigkeiten auf dieser vorrangigen Strecke führen würde.

Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung sprach Gemeinderat Rudolf Strobel dem Gemeindebauhof noch ein großes Lob für die Grünanlagenpflege aus. Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.

 

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