Bericht aus der Ortschaftsratssitzung vom 27. April 2009
Der Ortsvorsteher konnte zu dieser öffentlichen Ortschaftsratssitzung erfreulicher-weise zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Die Sitzung wurde daraufhin kurzerhand in den Mannschaftsraum der Feuerwehr verlegt.
Erster inhaltlicher Tagesordnungspunkt war die Besichtigung des Jugendraums: Jugendliche hatten beim Ortsvorsteher angefragt, ob die Verwaltung sie bei der Re-novierung des Jugendraums mit der Übernahme der Materialkosten unterstützen würde. Der Ortschaftsrat besichtigte den Jugendraum und überzeugte sich von der Renovierungsbedürftigkeit des Raumes. Der Bodenbelag (PVC) muss erneuert werden. Die darunter liegenden Platten sind an verschiedenen Stellen durchgebrochen. Bei den Belagsarbeiten würden die Ju-gendlichen von einzelnen Mitgliedern des Ortschaftsrats unterstützt. Die Wände und die Decke müssen neu gestrichen werden. Die Haustüre muss nachgearbeitet und mit Regenschutz an der Fußleiste versehen werden. Der Ein-gangstritt (Beton) ist brüchig und muss tiefer (Schutz vor eindringendem Wasser) angebracht werden Die gesamte Theke, einschließlich die eingebauten Schränkchen, sind renovierungs-bedürftig bzw. müssen erneuert werden. Die Jugendlichen sagen ihre aktive Mitarbeit bei diesem Renovierungsprojekt zu. An Materialkosten entstehen schätzungsweise zwischen 2.500,00 und 3.000,00 Euro. Der Ortschaftsrat unterstützt das Anliegen der Jugendlichen und befürwortet eine Renovierung des Raumes in der besprochenen Weise. Der Ortsvorsteher wird das Anliegen des Jugendraumteams mit der Gemeindeverwaltung besprechen.
Behindertengerechte Umgestaltung des Bürgerhauses: Im Rahmen des Konjunkturpakets II unterstützt das Land Baden-Württemberg mit zusätzlichen Finanzmitteln aus dem ELR-Programm (Entwicklung Ländlicher Raum) kommunale Investitionen. Gedacht ist dabei an die energetische Sanierung von im ELR-Programm förderfähigen Einrichtungen der Kommunen. Die Gemeindeverwaltung wird einen Antrag stellen, um das Bürgerhaus energetisch zu sanieren, einen behindertengerechten Zugang und eine behindertengerechte Toi-lette zu schaffen. Dies eröffnet die Möglichkeit, in Verbindung mit dieser Maßnahme die Küche und den Service in den Festsaal hinein durch bauliche Maßnahmen neu und störungsfrei zu gestalten. Der Gemeinderat hat Architekt Stefan Beuter mit der Ausarbeitung eines Entwurfs für die Antragsstellung beauftragt. Sollte der Antrag vom Land genehmigt werden, könn-te ggf. noch in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Wird der Antrag nicht oder nicht im beantragten Umfang genehmigt, wird die Maßnahme erst in den nächsten Jahren verwirklicht. Stefan Beuter ist in der Ortschaftsratssitzung anwesend und erläutert seinen Entwurf, der auf breite Zustimmung stößt. Befürwortet wird konzeptionell ein gemeinsamer Haupteingang für Behinderte und Nicht-Behinderte Menschen. Der bisherige Haupt-eingang könnte dann als zweiter Notausgang (Fluchtweg) genutzt werden. Die behindertengerechte Toilette würde in etwa an der Stelle eingebaut, an der sich derzeit der an die Küche anschließende Lagerraum befindet. Der Zugang zum Haus würde über eine Rampe durch die jetzige Küche geführt. Es entsteht ein Eingangs-bereich mit Garderobe. Rechts davon würde, durch einen Anbau (auf Stützen), die neue Küche mit einer großzügigen Durchreiche in den Festsaal hinein und einem Lagerraum direkt bei der Küche entstehen. Von den Zuhörern und den Ortschaftsräten kommen noch einige Anregungen und Hinweise zur Gestaltung und Ausstattung (insbesondere der Küche). Solange der Antrag jedoch noch nicht genehmigt ist, macht es keinen Sinn, tiefer in Details der Planung einzusteigen. Der Ortsvorsteher schlägt zum Abschluss vor, sollte der Antrag genehmigt werden, zu einem Planungsworkshop erfahrene Nutzerinnen und Nutzer des Bürgerhauses und seiner Einrichtungen einzuladen, um mit ihnen, ggf. dem Architekten und der Gemeindeverwaltung sinnvolle und wirtschaftlich vernünftige Lösungen zu erarbei-ten. Der Ortsvorsteher bedankt sich bei den Bürgern und bei Architekt Stefan Beuter für ihre aktive Mitwirkung bei diesem Thema.
Bausachen: Zu Beginn der Sitzung wurde dieser Tagesordnungspunkt neu aufgenommen. Es liegt ein Baugesuch über den Dachausbau eines bestehenden Wohnhauses in der Rottenburgerstraße vor. Der Ortschaftsrat genehmigt einstimmt das Bauvorhaben und begrüßt diese Initiative.
Sonstiges: Das Starzelwehr am Schützenhaus ist komplett abgebaut. Derzeit wird die sog. raue Rampe fertiggestellt. Das geschützte Kleindenkmal am ehemaligen Wehr, das den Wasserzufluss zum Mühlekanal regelte, soll an dieser Stelle erhalten und renoviert werden. Der Ort-schaftsrat stimmt dieser Maßnahme zu und freut sich über die Wiederherstellung dieses geschichtsträchtigen Objekts.
