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Startseite > Bietenhausen > Ortschaftsrat Bietenhausen > Sitzungsplan/Berichte 2009 > Sitzungsbericht vom 27.07.2009
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Bericht aus der Ortschaftsratssitzung vom 27. Juli 2009

Zur letzten Sitzung in dieser Wahlperiode traf sich der Ortschaftsrat, besucht von etlichen interessierten Zuhörern, zur öffentlichen Sitzung zunächst auf dem Friedhof. Anlass waren bekannt gewordene Schäden an der Aussegnungshalle. In alle vier Kabinen dringt Regen- und Spritzwasser von außen unter dem Türblatt ins Innere ein, bei den drei Kabinen Richtung Süden am stärksten. Das eindringende Wasser hat bereits den Estrich unterm Plattenboden auf einer Breite von 25 bis 40 cm aufgelöst. Die darüber liegenden Platten sind teilweise bereits locker. Die Sanierung des Bodens ist notwendig. Um künftig diese Schäden zu vermeiden, müssten, auf Vorschlag des Ortschaftsrats, verschiedene geeignete Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden. Dies sind z. B.:

• Anbringen von Anschlagschienen unten an den Türblättern.

• Einbau einer Birkorinne entlang aller vier Türen – ein Schacht zum Einleiten des Wassers ist in unmittelbarer Nähe an der Nordseite der Aussegnungshalle

• Anbringen eines „Wetterschenkels“ unten an den Türen, damit das Wasser vom Wind nicht unter der Tür ins Innere „geblasen“ wird.

Generell könnte der Innenraum aller Kabinen eine gewisse Auffrischung vertragen. Ortschaftsrat Markus Leins berichtet vom teilweise erschwerten Transport der Särge auf dem vorhandenen Wagen auf dem Gelände und den Wegen des Friedhofs. Eine Ursache dafür ist, dass die Räder des Transportwagens aus Hartplastik sind. Vorge-schlagen wird, die vorhandenen Räder gegen luftbereifte Räder auszutauschen. Von anwesenden Bürgern wird der Ortschaftsrat auf die starken Absenkungen des Weges an der Südseite des Friedhofs angesprochen. An mehreren Stellen entlang des Weges haben sich die verlegten Pflastersteine zu kleinen Wannen abgesenkt. Diese Schäden sollten behoben werden, da sie gerade für ältere Menschen eine ständige Stolpergefahr darstellen. Ortschaftsratsmitglied Sieglinde Leukart macht darauf aufmerksam, dass ihrer Mei-nung nach der Anstrich an der Südseite der Aussegnungshalle erneuert werden müsse. Der Ortschaftsrat besichtigt zum Schluss die an der Ostseite vorhandene Bank. Mit Bürgermeister Johann Widmaier hat der Ortsvorsteher abgestimmt, dass anstelle der vorhandenen Bank drei neue Bänke an der Mauer entlang aufgestellt werden. Ge-eignet dafür sind jeweils die Zwischenräume zwischen der Birke und dem Thujabaum links vom Eingang und rechts vom Eingang zwischen den beiden Thujabäumen. Die vorhandene Bank unmittelbar links vom Eingang ist etwas zu lang, so dass die Türe nicht ganz aufgeschlagen werden kann. Der Ortsvorsteher wird die Gemeindeverwaltung über alle Punkte informieren und schlägt vor, die Gesamtsituation vor Ort gemeinsam mit dem Bürgermeister spätestens auf dem Dorfrundgang am Samstag, 26. September 2009, zu besichtigen.

Die Sitzung des Ortschaftsrats wird im Mannschaftsraum der Feuerwehr fortgesetzt. Nächster Besprechungspunkt war die Feststellung von Hinderungsgründen gemäß § 29 GemO bei der Wahl zum Ortschaftsrat vom 7. Juni 2009. Den Ortschaftsräten lag die schriftliche Ausarbeitung des Wahlleiters Oliver Freiberg zur Sitzung vor. Der Ortschaftsrat stellt, wie vorgeschlagen, einstimmig fest, dass gegen die Wahl der einzelnen Ortschaftsräte, die nochmals namentlich vorgelesen werden, keine Hinde-rungsgründe vorliegen. Gewählt sind demnach und werden sich zur konstituierenden Sitzung am 7. September 2009 treffen: Von der Liste „Aktiv für Bietenhausen“: Gerhard Jauß, Markus Leins, Josef Pfister, Heidi Weikum und Siegbert Albus. Von der Liste „Bietenhausener Bürger“: Jürgen Leins und Walter Hilsmann.

Das nächste Thema war die Renovierungsplanung des Jugendraums im Gespräch mit den zahlreich anwesenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Jugendraumteams. In den Tageszeitungen wurde die für Bietenhausen bedeutsame Meldung bereits veröffentlicht: Der Zuschuss aus Mitteln des Konjunkturpakets II des Landes für die energetische Sanierung und den behindertengerechten Umbau des Bürgerhauses ist mit knapp über 100.000,00 Euro genehmigt. Mit dem Einbau einer Pelletheizung ins Bürgerhaus kann gerechnet werden. Es wird derzeit geprüft, ob neben dem kompletten Rathaus auch der Jugendraum per Fernwärmeverbindung an diese Heizquelle angeschlossen werden kann. Ein Vorteil wäre, dass die vorhandenen und nicht mehr zu 100 % funktionstüchtigen Elektrospeicheröfen, die bis zum Jahr 2015 sowieso entfernt werden müssen, im Zuge dieser Sanierungsmaßnahme ersetzt werden könnten. Einleitend weist der Ortsvorsteher auf den besonderen Umstand der Führung des Jugendraums hin: der Jugendraum ist in Trägerschaft der Gemeinde, bzw. delegiert an die Ortschaftsverwaltung und in die Verantwortung des Ortschaftsrats. Seit Be-stehen des Jugendraums wird er von den Jugendlichen des Ortes in Selbstverwaltung geführt. Diese Selbstverwaltung stößt periodisch immer dann auf Probleme, wenn in der Generation der Hauptverantwortlichen ein altersentsprechender, natürlicher Umbruch zur jüngeren Generation hin ansteht. Dies ist derzeit der Fall. Der Ortsvorsteher bittet die älteren Jugendlichen bzw. die jungen Erwachsenen darum, von ihrer Seite aus diesen Übergang noch einige Zeit zu begleiten und die aktuellen Jugendlichen insbesondere bei den nun anstehenden Renovierungsarbeiten zu unterstützen. Bereits in seiner Sitzung am 27. April 2009 konnte sich der Ortschaftsrat von der absoluten Dringlichkeit des Renovierungsvorhabens vor Ort gemeinsam mit allen Jugendlichen überzeugen. Damals wurden von den anwesenden Handwerkern im Ortschaftsrat die Material- und Arbeitskosten für dieses Vorhaben auf ca. 3.000,00 Euro geschätzt. Der Ortsvorsteher erwartet vom Jugendraumteam, dass dieses Budget eingehalten wird, obwohl bei einer solchen Sanierungsmaßnahme immer mit unvorhersehbaren Überraschungen und damit letztlich mit höheren Kosten zu rechnen ist. Die Jugendlichen stellen ihren Renovierungs- und Zeitplan dem Ortschaftsrat vor: Beginnen wollen sie mit den Abbrucharbeiten am ersten Ferientag. Ortschaftsrat Jürgen Leins wird hierfür einen Container organisieren. Nach Aussage von Ortschaftsrat Walter Hilsmann muss die komplette Theke erneuert werden, da sie über die Jahre nicht nur stark abgenutzt, sondern auch durch Feuchtigkeit sehr gelitten hat. Das Dach wird von innen isoliert und der Boden erneuert. Neben den Abbrucharbei-ten, der Dachisolierung und der Erneuerung des Bodens werden die Jugendlichen die Malerarbeiten selbst durchführen. Zwischenzeitlich hat sich bereits herausgestellt – so berichten die Jugendlichen weiter – dass einige Elektroarbeiten durchgeführt werden müssen. Der Ortschaftsrat ist sich einig, dass diese Arbeiten unbedingt fachmännisch ausgeführt werden müssen. Der zweite Teil des Gesprächs mit dem Jugendraumteam bezog sich auf die derzeitige Situation im Team selbst, auf etwa vorhandene Probleme zwischen den Generationen, auf mögliche Probleme bei der Führung des Jugendraums und den evtl. Missbrauch von Alkohol. Die Jugendlichen versicherten, dass sie derzeit sehr zufrieden seien und seit dem Schreiben des Ortsvorstehers vom Anfang Mai dieses Jahres sich einiges verändert habe. Es gäbe derzeit auch keine Klagen. Nur wenn sie „Party“ machten, gäbe es manchmal Probleme mit Nachbarn. Abschließend wies der Ortsvorsteher auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes hin, nach dem eine Abgabe von Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren nicht gestattet ist.

Unter Sonstiges berichten Ortschaftsrat Walter Hilsmann und andere Mitglieder des Ortschaftsrats, dass an zwei Abwasserschächten in der Talstraße gefährliche Einbrüche der Fahrbahndecke entstanden sind. Der Ortsvorsteher wird dies der Gemeindeverwaltung melden. Zum Schluss der Sitzung verabschiedete der Ortsvorsteher die beiden Ortschaftsräte Sieglinde Leukart und Tobias Beuter. Beide hatten nicht mehr kandidiert und sie scheiden nun mit Ablauf der Sitzungsperiode aus dem Gremium aus. Als Zeichen des Dankes für 15 Jahre ehrenamtliches Engagement im Ortschaftsrat, davon fünf Jahre als Ortsvorsteherin und fünf Jahre als stellvertretende Ortsvorstehe-rin, überreichte Gerhard Jauß Sieglinde Leukart einen Blumenstrauß. Tobias Beuter war eine Legislaturperiode Mitglied im Ortschaftsrat. Er erhielt einen Geschenkgutschein eines Lokals an seinem neuen Wohnort.

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